Persönliche Entwicklung

Workshop zur Erforschung und Anwendung des Open Research Knowledge Graph an der TIB

offener forschungs-wissensgraph zur verbindung und visualisierung von wissenschaftlichen daten für verbesserte forschungszusammenarbeit und innovation.

IN KÜRZE

  • Datum: 20. März 2018
  • Veranstalter: TIB
  • Teilnehmer: Über 40 Experten aus verschiedenen Organisationen
  • Ziel: Diskussion von Anforderungen und Rahmenarchitektur für den Open Research Knowledge Graph (ORKG)
  • Themenblöcke:
    • ORKG-Kernontologie: Entwicklung eines Datenmodells
    • Technologie: Speicherung, Skalierbarkeit und RDF-Export
    • Benutzeroberfläche: Unterschiedliche UI-Typen für ORKG
    • Pilotanwendungen: Informatik und Mathematik als vielversprechende Domains
  • Aussichten: Einbindung von Stakeholdern, Kommunikationspläne und geplanter weiterer Workshop
  • Ergebnisse: Weitere Fragen als Antworten in der frühen Projektphase

Am 20. März 2018 veranstaltete die TIB einen Expertenworkshop mit dem Ziel, die Anforderungen und die Rahmenarchitektur für die Realisierung eines Open Research Knowledge Graphs (ORKG) zu diskutieren. An dem Workshop nahmen über 40 Teilnehmer aus verschiedenen Organisationen teil, darunter namhafte Institutionen wie GESIS und ZB MED. Der Nachmittag war in mehrere parallele Arbeitsgruppen unterteilt, die sich mit Themen wie ORKG-Kernontologie, Technologiearchitektur, Benutzeroberflächen und Pilotanwendungen befassten. Ein zentrales Ergebnis war die Notwendigkeit einer offenen Entwicklung des Wissensgraphen für die Forschung sowie die Einbeziehung von Stakeholdern. Ein weiterer Workshop ist bereits für Herbst im Rahmen der DILS-Konferenz geplant.

Am 20. März 2018 fand an der TIB ein bedeutender Workshop statt, der sich auf die Realisierung eines Open Research Knowledge Graph (ORKG) konzentrierte. Diese Veranstaltung brachte über 40 Teilnehmer aus verschiedenen Institutionen zusammen, um Anforderungen, Rahmenarchitekturen und erste Implementierungsschritte einer offenen Wissensgraphen-Infrastruktur zu diskutieren, die für die semantische Darstellung wissenschaftlicher Publikationen gedacht ist. Der Workshop bot eine Plattform für den Austausch von Ideen und die Entwicklung gemeinsamer Strategien, um den ORKG voranzubringen.

Ziele des Workshops

Das Hauptziel des Workshops war es, die im Positionspapier der TIB formulierten Anforderungen an den ORKG hervorzuheben und gleichzeitig die Architektur zu diskutieren, die für die Umsetzung benötigt wird. Durch die Zusammenkunft von Experten aus verschiedenen Organisationen wurde eine umfassende Diskussion gefördert, die unterschiedliche Perspektiven und Ideen zur Entwicklung eines Open Research Knowledge Graph einfog. Darunter waren Institutionen wie GESIS, ZB MED, FIZ Karlsruhe und zahlreiche Universitäten.

Teilnehmer und Institutionen

Die Vielfalt der Teilnehmer trug dazu bei, dass der Workshop reich an Ideen und Innovationen war. Vertretungen kamen nicht nur von wissenschaftlichen Einrichtungen, sondern auch von Forschungszentren wie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Forschungsgruppe „Agile Knowledge Engineering and Semantic Web (AKSW)“ der Universität Leipzig. Diese Zusammenarbeit unterstrich die Notwendigkeit einer breiten Unterstützung und Kooperation, um den ORKG erfolgreich zu entwickeln.

Struktur des Workshops

Der Workshop war so strukturiert, dass er sowohl theoretische als auch praxisnahe Ansätze zur Erarbeitung des ORKG beinhaltete. Nach mehreren kurzen Vorträgen wurden die Teilnehmer in parallele Arbeitsgruppen aufgeteilt, um spezifische Themen intensiver zu bearbeiten.

ORKG-Kernontologie und Forschungsbeiträge

Eine der Arbeitsgruppen beschäftigte sich mit der Kernontologie des ORKG und der Konzeptualisierung von Forschungsbeiträgen. Hierbei wurde die Relevanz und die erforderlichen Komponenten von Forschungsarbeiten seinerzeit diskutiert. Ziel war es, ein Datenmodell zu entwickeln, auf dem der ORKG basieren kann. Die Gruppe einigte sich darauf, bestehende Ontologien zu adaptieren und diese in eine geeignete ORKG-Kernontologie zu integrieren, die die spezifischen Ziele und Anwendungsfälle des ORKG berücksichtigt.

Architektur, Speicherung und REST API

In einer weiteren Arbeitsgruppe lag der Fokus auf den technologischen Aspekten der Graphen-Implementierung. Es wurden verschiedene Technologien untersucht, darunter Linked Property Graphs und RDF-Triple-Stores. Hauptdiskussionspunkte waren die Speicherung, Skalierbarkeit und die Entwicklung eines einheitlichen Datenmodells. Ein weiterer zentraler Aspekt war die effiziente Speicherung von Herkunftsangaben (Provenance), wobei das Thema des Exports von RDF bei Nutzung von LPG auf der Speicherseite besonders diskutiert wurde.

Benutzeroberfläche und Visualisierung

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Diskussion über die Benutzeroberfläche des ORKG. Die Arbeitsgruppe identifizierte die Notwendigkeit, dass das Visualisierung-Interface einer konkreten Benutzerbedürfnis gerecht werden muss. Die Gruppe stellte drei Typen von User Interfaces vor: das Submission UI, das Visualization UI und das Curation UI. Diese verschiedenen Schnittstellen wurden konzipiert, um die Interaktion der Benutzer mit dem ORKG zu optimieren und deren Erfahrungen zu verbessen.

Submission UI

Das Submission UI wurde entworfen, um die Bereitstellung von Informationen für den ORKG zu unterstützen. Die Gruppe diskutierte, wie die Integration dieses UI in bestehende Systeme, wie etwa Paper Submission Systeme, vorgenommen werden kann, um die Qualität der eingereichten Fakten zu erhöhen. Der Gedanke war, die Benutzer nicht nur auf einfache Weise zu unterstützen, sondern diese auch in den Qualitätsprüfung-Prozess zu integrieren.

Visualisierung UI

Das Visualisierungs-UI wurde als ein wichtiges Werkzeug identifiziert, das Benutzern helfen soll, Fakten und Informationen im ORKG zu erkunden und zu navigieren. Die Gruppe schlug vor, dass die Infrastruktur Benutzerauthentifizierung integrieren sollte, um personalisierte Erfahrungen basierend auf Benutzerpräferenzen zu liefern.

Curation UI

Das Curation UI zielte darauf ab, Experten bei der Qualitätssicherung und der allgemeinen Kuratierung des ORKG zu unterstützen. Die Diskussionsrunde betonte, dass eine robuste Benutzeroberfläche entscheidend für die Akzeptanz und Verwendung des ORKG durch Wissenschaftler und Forscher ist.

Pilotanwendungen und Zusammenarbeit

Eine andere Arbeitsgruppe konzentrierte sich auf Pilotanwendungen, Testbed-Konzeptionen und Kooperationsmöglichkeiten. Dabei wurden Bereiche identifiziert, in denen der ORKG besonders vielversprechend sein kann, wie etwa in der Informatik und Mathematik. Diese Identifikationen basierten auf der existierenden Offenheit und dem besseren Bewusstsein für semantische Strukturen innerhalb dieser Disziplinen, was die Implementierung eines funktionalen ORKG begünstigen sollte.

Lizenzierung und Governance

Ein zentrales Thema war auch die Lizenzierung des ORKG. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Lizenz so offen wie möglich sein sollte, während gleichzeitig eine nachhaltige Infrastruktur gewährleistet werden muss. In Anbetracht der aktuellen Gegebenheiten, dass es kein eigenes Förderprogramm gibt, wurde empfohlen, die Entwicklung des ORKG in bestehende Initiativen, wie zum Beispiel nationale Forschungsdateninitiativen, einzubinden.

Herausforderungen und Ausblick

Die Diskussionen des Workshops führten zu mehr Fragen als Antworten, was in der frühen Phase des Projekts zu erwarten war. Die teilnehmenden Experten erkannten die Wichtigkeit an, den Wissensgraphen für die Forschung offen zu entwickeln und betonten die Notwendigkeit, Stakeholder, einschließlich Partnerbibliotheken, frühzeitig zu integrieren. Die TIB plant, die Kommunikation und Organisation über eine Mailingliste zu fördern und einen weiteren Workshop im Herbst im Rahmen der DILS-Konferenz zur Vertiefung der Erkenntnisse und zur Entwicklung des ORKG abzuhalten.

Für weitere Informationen über das Projekt und seine Fortschritte, besuchen Sie bitte die offizielle Webseite des ORKG: ORKG. Zusätzliche Ressourcen und Informationen zu den anstehenden Veranstaltungen finden Sie auch unter diesem Link, sowie im ACM-Dokument. Weitere technische Details sind im GitHub-Repository zu finden und weitere Dienste finden Sie auf dieser Seite.

open research knowledge graph: entdecken sie eine innovative plattform zur strukturierung und vernetzung von forschungsergebnissen für eine bessere zugänglichkeit und zusammenarbeit.

Témoignages über den Workshop zur Erforschung und Anwendung des Open Research Knowledge Graph an der TIB

Am 20. März 2018 hatte der Workshop zur Realisierung des Open Research Knowledge Graph (ORKG), der von der TIB organisiert wurde, eine beeindruckende Teilnehmerzahl von über 40 Fachleuten aus verschiedenen Organisationen. Die vielfältigen Perspektiven, die eingebracht wurden, förderten eine lebhafte Diskussion über die technologischen Rahmenbedingungen und ersten Schritte zur Entwicklung eines offenen Wissensgraphen.

Ein Teilnehmer äußerte sich begeistert über die Bedeutung des Workshops: „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit war herausragend. Der Austausch über die Anforderungen an die ORKG-Kernontologie hat mir verdeutlicht, wie wichtig es ist, Datenmodelle zu entwickeln, die den Bedürfnissen der unterschiedlichsten Forschungsbereiche gerecht werden.“

Ein Referent, der in einer der Arbeitsgruppen tätig war, beschrieb die Diskussionen als äußerst wertvoll: „Es war faszinierend zu sehen, wie wir an der gemeinsamen Entwicklung einer Governance-Strategie für die Kernontologie arbeiteten. Die unterschiedlichen Ansätze, die wir diskutierten, sind entscheidend für die Weiterentwicklung und Akzeptanz des ORKG.“

Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe zur Benutzeroberfläche teilten ebenfalls ihre Erkenntnisse: „Die Überlegungen zur Benutzerfreundlichkeit und zur Integration bestehender Systeme waren zentral für unsere Diskussionen. Es ist wichtig, dass wir die Nutzerbedürfnisse in den Mittelpunkt stellen, um die Benutzeroberfläche des ORKG effektiv zu gestalten.“

Ein weiterer Teilnehmer berichtete über die Themen der Pilotanwendungen: „Die Identifikation von Bereichen wie Informatik und Mathematik als Pilot-Domains ermöglicht es uns, erste Erfolge zu erzielen und andere Bereiche zu inspirieren. Der Offenheit der Lizenz sollten wir dennoch hohe Priorität einräumen, um die Nachhaltigkeit sicherzustellen.“

Insgesamt spiegelten die Rückmeldungen der Teilnehmer wider, dass der Workshop mehr Fragen aufwarf, als er beantwortete. Die engagierte Diskussion und der Wunsch nach einer offenen Wissensentwicklung zeigen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Zusammenarbeit unter den Stakeholdern. Die Community plant, über eine Mailingliste in Kontakt zu bleiben und weitere Treffen zu koordinieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert